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Mit der Hilfsorganisation Katachel unterwegs in der nordafghanischen Provinz Kunduz |
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Update 1.10.2006: Der Verein Katachel betreibt jetzt auch eine Deckenfabrik und eine orthopädische Werkstatt. |
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Spendenkonto Katachel, Sparkasse Gifhorn- Wolfsburg, Konto 014160006, BLZ 26951311 |
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20.05.2005: Projekte des Vereins Katachel(ba) Der Verein Katachel setzt sich seit elf Jahren vor allem für die Menschen in der afghanischen Provinz
Kunduz ein. Vor Ort leitet Dadgul Delawar die Hilfsorganisation, die von der Bergfelderin Sybille Schnehage gegründet wurde. Sie sammelt vom Landkreis Gifhorn aus Geld für die Projekte des Vereins und organisiert die
Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen in Deutschland und Afghanistan sowie mit der Bundeswehr. Balthasar hat sich für die Gifhorner Aller-Zeitung vor Ort in der Provinz Kunduz ein Bild über die Projekte und die Arbeit
des Vereins Katachel gemacht. |
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Das Büro des Vereins in Katachel. |
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20.05.2005: Hilfe ist nicht nur Zahlenwerk - Verein Katachel hat zahlreiche Projekte in Afghanistan umgesetzt (ba) Straßen, Schulen, Häuser, Arbeitsplätze -
lang ist die Liste der Projekte, die der Ver- ein Katachel in der nordafghanischen Provinz Kunduz ins Leben gerufen hat. Beeindruckende Zahlen konnten die Bergfelderin Sybille Schne- hage, Vorsitzende des Vereins, und
Dadgul Delawar, afghanischer Projektleiter vor Ort, zum Besuch Balthasars in Katachel vorlegen. Beacht- lich sind die Leistungen besonders deshalb, weil keine große Hilfsorganisation hinter dem Projekt steht. Zwar gibt
es eine enge Zusammenarbeit zwischen Katachel sowie deutschen und afghanischen Regierungsstellen, der Verein hat sich aber seine Flexibilität und Unabhängigkeit als so genannte NGO, also nicht staatliche Organisation,
bewahrt. Der bisher relativ friedlich verlaufende Einsatz der Bundeswehr und ihre freundliche Aufnahme durch die Afghanen ist teilweise auch auf die Arbeit des Vereins zurückzuführen. |
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Brückenbau durch den Verein bei Kunduz. |
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Gegründet wurde der Verein 1994. In den ersten zehn Jahren wurden in Afghanis- tan 17 Schulen gebaut, 670 Brunnen gebohrt, eine Fabrik mit mehreren Bereichen
errichtet. Dazu kamen vier Groß- und 33 Kleinbrücken, 16 Kilometer Straßen- befestigung und 160 Lehmhäuser für Obdachlose. In diesem Jahr sind weitere Projekte geplant, bereits in Arbeit oder schon umgesetzt, unter
anderem der Bau von 62 Brunnen und zwei Schulen sowie von drei Groß- und 36 Kleinbrücken. Weiterhin unterstützt werden auch die 300 Witwen, für die Patenschaften in Deutschland bestehen. Doch die Hilfe des Vereins ist
mehr als nur trockenes Zahlenwerk. Die sozialen Auswirkungen sind groß. Katachel gibt vielen Afghanen Arbeit, ein Zuhause, ermöglicht den Kindern eine Schulbildung, gibt ihnen damit Aussicht auf eine bessere Zukunft.
Die 54-jährige Bergfelderin, die seit rund 17 Jahren aktive Hilfe für die Menschen in der Region leistet, und ihr Projektleiter sind bekannte und gern gesehene Gäste. Dankbarkeit spricht aus den Gesichtern, aus den
Gesten der Menschen. Derzeit bauen Mitarbeiter von Katachel eine Straße, die um die Stadt Kunduz herum führen soll. Auf bisher zwölf Kilometern Strecke wurden laut Delawar 14 kleine Brücken gebaut. Das verwendete
Material kommt zum Teil aus der Fabrik des Vereins. |
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Brückenbau durch den Verein bei Kunduz. |
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20.05.2005: 800 Paar Schuhe für Schulkinder warten auf Spender - 15 afghanische Mitarbeiter produzieren in Katachel meist per Hand - Nur eine Nähmaschine(ba) Eine
Nähmaschine steht im Raum, ein junger Mann beugt sich über sie und arbeitet. Weitere Männer sitzen auf dem Boden auf Decken, neben sich Schuhe und Werkzeuge, leisten Handarbeit. Die Schuhfabrik des Vereins
Katachel ist nicht modern eingerichtet, doch sie ist leistungsfähig, und sie gibt vielen Afghanen Arbeit. ”Die 15 Mitarbeiter der Fabrik haben im vergangenen Jahr rund 4500 Paar Schuhe produziert”, erzählt
Dadgul Delawar, der die Fäden des Vereins in Afghanistan zusammenhält. Derzeit liegen im Lager 800 Paar Schuhe. “Wir warten auf Spenden, um die Schuhe an die Schulkinder geben zu können”, erklärt er. 2004
konnten alle 4500 Paar über Spenden verteilt werden. Soldaten, aber auch Privatleute aus Deutschland können Schuhe kaufen und dann verteilen lassen. “Jedes Paar kostet sieben Dollar”, erzählt Delawar. Das
ist viel Geld, ein afghanischer Arbeiter verdient im Schnitt zwei Dollar pro Tag, höhere Angestellte bringen es auf bis zu fünf Dollar. ”Es ist besser, die Schuhe hier zu produzieren und durch Spenden zu
finanzieren, als Schuhe aus dem Ausland zu holen. Das bringt hier Arbeit, und die Kosten für die Schuhe sind gleich hoch”, erklärt Delawar das System des Vereins. |
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In der Schuhfabrik des Vereins Katachel sitzen die Männer am Boden und fertigen Schuhe in Handarbeit. |
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Es gibt nur eine Nähmaschine in der Schuhfabrik des Vereins. |
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Projektleiter Dadgul Delawar (r.) im Lager der Fabrik vor rund 800 Paar Schuhen. |
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20.05.2005: Täglich Brot aus eigener Bäckerei - Fabrik ist Herzstück des Vereins Katachel (ba) Herzstück des Vereins Katachel im gleichnamigen Dorf ist die so
genannte Fabrik. Hier gibt es mehrere Fertigungs- bereiche unter einem Dach, in denen von afghanischen Mitarbeitern vor allem Material für die vereinseigenen Projekte hergestellt wird. Neben der Schuhfabrik
gibt es hier eine Tischlerei. Acht Schüler und ein Lehrer werden laut Dadgul Delawar, dem afghanischen Projektleiter des Vereins, zurzeit beschäftigt. Für den Bereich wurde erst eine neue Maschine gekauft,
hergestellt werden hier in erster Linie Möbel für die Schulen, die der Verein in der gesamten Provinz baut. Außerdem gibt es eine Schweißerei, die die Pfeiler für die Brunnen und die Gestelle für die Möbel
in den Schulen herstellt. Auch Zeltge- stänge werden hier gefertigt: Die Zelte dienen an vielen Schulen als proviso- rische Ersatzklassenzimmer. An fast jeder Schule stehen mehrere solcher großen Zelte, in
denen Klassenzimmer untergebracht sind - bis ausreichend Platz in festen neugebauten Gebäuden zur Verfügung steht. Auf dem Gelände gibt es eine Bäckerei, die zwei Mal am Tag frisches Brot für die Mitarbeiter
backt. Im Jahr 2004 waren laut Delawar bei allen Projekten des Vereins um die 300 Mitarbeiter beschäftigt . |
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