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Vor und nach der Ballonfahrt ist harte Arbeit zu leisten Alleine geht nichts: „Erdferkel“
am Boden und Besatzung in der Luft bilden ein eingespieltes Team vom Start bis zur LandungOerrel (ba). Ballonfahren ist ein, im wahrsten Sinne des Wortes, erhebendes Gefühl. Doch
vor und nach dem Dahinschweben und sich Gleitenlassen steht Arbeit. Harte Arbeit, körperlich wie geistig. Grundsätzlich steigen Ballonfahrer nur am frühen Morgen oder am Abend in
den Himmel auf. Während des Tages hält die Thermik sie davon ab. Bevor der Ballon ausgepackt wird, wird im Internet der Flugwetterbericht studiert. Je wärmer es ist, desto leichter muss der
Ballon sein. Bei 30 Grad Außentemperatur kann der Ballon von Michael Pohl 220 Kilogramm Zuladung transportieren. Die Temperatur wird kurz vor dem Start noch einmal aktuell per Thermometer
gemessen, dann wird die Entscheidung über die Transportmenge getroffen. Da kann auch schon mal kurzfristig ein Fahrgast am Boden bleiben. Mit einem Luftballon wird die Windrichtung
festgestellt, mit Karte und Kompass dann die wahrscheinliche Fahrtrichtung. Danach kommt die körperliche Arbeit. Die Ausrüstung wird ausgepackt. Rund drei Tonnen sind zu bewegen, 25 Meter wird
der Ballon hoch sein, wenn er steht. Der Ballonkorb wird auf die Seite gelegt, die Hülle montiert, Seile befestigt. Mit Hilfe eines Ventilators wird Umgebungsluft in die Hülle geblasen. Die
Brenner, die eine Wärmeleistung von rund 3000 PS zur Verfügung stellen, heizen die Luft auf, bis sich der Ballon aufrichtet. Das Funkgerät wird eingebaut, um Kontakt zum Team am Boden zu halten,
welches den Ballon bis zur Landestelle verfolgt. |
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„Erdferkel“ werden diese Verfolger genannt, wenig respektvoll scheinbar, doch zugleich liebevoll. Die Erdferkel sorgen dafür, dass die Ballonbesatzung
von freier Flur zurück nach Hause kommt, sie sind zur Stelle, wenn etwas schiefgeht und Hilfe gebraucht wird, und sie übernehmen einen Teil der Arbeit.Nach der Landung beginnt die Arbeit von
vorn - in umgekehrter Reihenfolge: Luft aus der Hülle drücken, Hülle zusammenlegen, alles verstauen. |
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Im Einklang mit der Natur Oerrel
(ba). Über die Ultraleichtfliegerei ist Michael Pohl zur Ballonleiden- schaft gekommen. Vor zehn Jahren hat er die Ultraleichtfliegerlizenz erwor- ben. Dann hatte er Gelegenheit, an Ballonfahrten teilzunehmen, und nach der zweiten Fahrt hatte ihn der „Virus gepackt und nicht mehr losgelassen“, wie er sagt.
Der Reiz des Besonderen, die Bewegung im Einklang mit der Natur ist es, was ihn so sehr an diesem Sport fasziniert. „Es ist eine der klassischen und ältesten Arten, sich auf die Elemente einzulassen. Das
ist nur noch vergleich- bar mit dem Einhandsegeln auf dem Ozean“, so Pohl. |
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